Spielchen: Alice Schwarzer bei Kachelmann-Prozess durchsucht

Wie BILD bildhaft dokumentierte, wurde Springers  Starreporterin Alice Schwarzer beim letzten Verhandlungstag im Kachelmann-Prozess von Justizbeamten des Landgerichts Mannheim durchsucht. Ob der eingesetzte Detektor bei dem Spielchen auf ihre Sachunkenntnis stieß, wurde nicht bekannt.

Alice Schwarzer gelang – ohne Justizbeamte und Detektoren –  selbst ein vergnüglicher Volltreffer in der Demonstration ihrer Sachunkenntnis. So enttarnte sie die Forderung der Kachelmann-Verteidiger in ihrem gerade erschienenen Artikel auf Belehrung der Belastungszeugin zu ihrem Zeugnisverweigerungsrecht als „Spielchen der Verteidigung“, womit erreicht werden solle, die Ex-Freundin als Lügnerin hinzustellen. Und sie meint – zur Hälfte zutreffend -, das hätte der Vorsitzende Richter mit links erledigen können. Aber sie unterschlägt bei ihrem Spielchen mit ihren treuen BILD-Lesern, dass die Belehrung durch den Herrn Vorsitzenden zwingend ist (§55 II StPO). Nicht “ mit links“ , sondern mit gesetzlichen Muss hätte das erledigt werden müssen, statt es lax zu unterlassen.

Wenn der Prozess platzt wegen dem Befangenheitsantrag, fehlen nicht nur die laxen Richter mit dem links  liegen gelassenen Prozessgesetz, sondern auch die Spielchen treibende Starreporterin mit ihrer  vergnüglichen Sachunkunde. Und ich habe zwei mal weniger die Woche weniger sachunkundiges zu lesen.

Kommentare

4 Kommentare zu “Spielchen: Alice Schwarzer bei Kachelmann-Prozess durchsucht”

  1. Leser am 15.10.2010 um 13:07 Uhr

    Frau Schwarzer lässt auch unerwähnt, dass auch die Staatsanwaltschaft solche „Spielchen“ betreibt um eine Verurteilung zu erreichen.
    Sonst hätte die Sta. ja auch nicht Gutachter der Verteidigung als befangen ablehnen müssen.

    Womit allerdings Alice Schwarzer recht hat, ist dass es für Kachelmann um sehr viel geht.
    Genau deshalb sollte er auch ein faires und unvoreingenommenes Verfahren bekommen.

  2. Thorsten Blaufelder am 15.10.2010 um 13:28 Uhr

    …und dass nach § 55 StPO niemand „vereidigt“ wird, wäre Frau Schwarzer spätestens dann klar, wenn sie mal einen Blick ins Gesetz werfen würde.

  3. Gerd am 15.10.2010 um 16:57 Uhr

    Damals auf der Suffragettenschule hat man ihr das nicht beigebracht, somit kann sie das nicht wissen.

  4. HaraKukuk am 12.02.2011 um 11:05 Uhr

    ich hab mich immer gefragt, was die – ich hielt sie mal für intelligent – Frauenrechtlerin Alice Schwarzer dazu brachte, sich für das Arsch- und Tittenblatt mit Bumskontakte-Seite als sogenannte Gerichtsreporterin herzugeben. Einer Frau Schwarzer müßte ja die Lüge eigentlich als etwas erscheinen, was sie strickt abzulehnen hätte. Daß sie dann ausgerechnet einer BILD als Kommentatorin und Schreiberin dient, paßt nun eigentlich gar nicht ins Bild, das man sich von Alice Schwarzer machen durfte. Eine wirkliche Erklärung, außer der, daß hier zwei sachkenntnisfreie Institutionen zusammenwachsen mußten, habe ich nicht. Vielleicht ist A. S. blauäugig gewesen, vielleicht läßt mit zunehmendem Alter auch ihre Urteilsfähigkeit nach und sie hat sich von BILD schlicht belabern lassen und den großen Auftritt gewittert um es dem Vergewaltiger mal so richtig zeigen zu können. Und jetzt ist sie gefangen im Schweinekoben BILD, wo schon immer mit stinkendem Dreck gespritzt wurde, und fängt selbst an zu stinken. Raus kann sie so einfach wohl nicht. Will es wohl auch nicht und hofft inbrünstig darauf, daß sich ihre Hoffnung auf Überführung und Verurteilung des Jörg Kachelmann erfüllt. Wenn nicht, kann Frau Schwarzer ja noch immer über unfähige Richter herziehen. In der Regel ja auch Männer.

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