Sexueller Missbrauch von Kindern -Zickenkrieg der Staatsanwältinnen freut Strafverteidiger

Am 10. März 2011 wurde eine Strafanzeige erstattet, wonach  es im Zeitraum zwischen 1993 und 1994 zu mehreren schweren sexuellen Missbrauchsfällen an einem damals zwölfjährigen Kind gekommen sein soll.

Zwei Berliner Staatsanwältinnen stritten um die Frage, wer von ihnen denn nun eigentlich für die Sachbearbeitung zuständig sei. Und es ging heftig zur Sache, warum die eine meinte, die andere und die andere meinte, die eine sei zuständig. Die Akte ging mehrmals von Kämmerlein zu Kämmerlein.  Irgendwie einigten sie sich dann doch auf eine von beiden. Vor lauter Zickenkrieg sahen sie den einen Paragraphen im Paragrahenwald nicht.

 

Da rutschte ihen doch glatt diese Regel mit der Strafverfolgungsverjährung weg,  was den Strafverteidiger dann doch irgendwie freute, wie hier zu lesen ist.

Kommentare

8 Kommentare zu “Sexueller Missbrauch von Kindern -Zickenkrieg der Staatsanwältinnen freut Strafverteidiger”

  1. Franz am 12.04.2012 um 15:10 Uhr

    Sind zwei Frauen, da ist man sich für ,,Zickenkrieg“ wohl nicht zu blöd.

    Das nennt man Sexismus.

  2. ulrichdost am 12.04.2012 um 16:32 Uhr

    Wären es zwei Männer gewesen, hätte ich es wohl „Brunftkampf“ oder „Hahnchenkampf“ genannt. Wäre das dann auch Sexismus?

  3. jay am 12.04.2012 um 17:41 Uhr

    @ Franz: Sexismus? Quatsch, Erfahrung!!

  4. Gast22 am 12.04.2012 um 17:46 Uhr

    … na, da wird sich Frau Staatsanwältin E., StA Berlin, ziemlich freuen, dass sie nunmehr als Beteiligte des so bezeichneten „Zickenkriegs“ mit Klarnamen erkennbar ist (man verfolge einfach mal alle Verlinkungen)

    Oder umgekehrt: Sie freut sich, dass man ihr „Zickenkrieg“ bescheinigt, weil für die Erkennbarkeit sind ja nicht die Blogverfasser verantwortlich, vielmehr der Blogverfasser des verlinkten Blogs.

    Ich kenne allerdings Staatsanwältinnen, die freuen schon über geringere Anlässe. Respekt, wenn man da sicher sein kann, dass bei zukünftigen Mandaten nie mehr Frau E Sachbearbeiterin sein wird. Sonst hätte man ihr das Kompliment ja sicher nicht gemacht.

  5. Franz am 12.04.2012 um 20:22 Uhr

    ulrichdost: Nein, das hätte es eben nicht.

    jay: Erfahrung? Quatsch, Sexismus! Tolle Argumentation. Ich spare mir bei der Nachahmung das doppelte Ausrufezeichen und gratuliere zu soviel Stil.

  6. Allinor am 13.04.2012 um 07:45 Uhr

    Wie kann man sich da über den „Zickenkrieg“ freuen? Toll, dass die inkompetenten Staatsanwältinnen es geschafft haben, den Prozess nicht zu ermöglichen und derjenige seiner möglicherweisen berechtigten Strafe entgangen ist. Das hören die Bürger eines Rechtsstaats dann gerne! Bürokratie vor Recht!

  7. Allinor am 13.04.2012 um 07:49 Uhr

    Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Bitte meinen vorherigen Kommentar löschen. Ich hab die Verlinkung zu dem Artikel nicht verfolgt und bin erst dann auf die Verfolgungsverjährung gestoßen.

  8. ulrichdost am 13.04.2012 um 07:55 Uhr

    Wir sind eben alle nicht unfehlbar. Schön ist, dass es noch Menschen gibt, die sich revidieren können. Das geht vielen Politikern ab… .

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